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9. August 2013

Termin mit dem Bauleiter

Anfang der Woche hatten wir endlich mal wieder einen Termin mit unserem Bauleiter. Das ist bei uns leider nicht ganz so selbstverständlich. Aber zumindest telefonisch ist er immer für uns zu erreichen. Nach drei Anläufen hat dann auch endlich ein Termin auf der Baustelle geklappt und wir hatten eine ellenlange Liste von Dingen, die wir ansprechen wollten/mussten.

Zur Info ist hier eine Übersicht der Dinge (man will ja nicht gleich "Probleme" sagen):

1. Wir haben mittlerweile drei Protokolle von unserem Bausachverständigen (der total super und für uns unkompliziert arbeitet: wir sagen ihm wann etwas gemacht wird, er fährt hin, überprüft alles, macht Fotos und schickt uns dann ein bebildertes Protokoll). Leider bekommen wir kein schriftliches Feedback von Marco Friedrich zu den angeführten Hinweisen. Es sind gottseidank keine schlimmen Mängel aufgeführt, aber schon ein paar Dinge, zu denen wir uns Stellungnahmen wünschen bzw. eine Handlung erwarten.

2. Unser Bausachverständiger hat zum Beispiel angemerkt, dass die Haustür und die großen Terrassentüren auch auf dem Boden verankert werden sollten. Das ist nicht geschehen und gefährde die Stabilität. Unser Bauleiter will mal bei den Fenster-/Türbauern nachfragen, hat von sowas aber angeblich noch nie was gehört...

3. In der einen Wand der Speisekammer wurde nach dem Abbau der Deckenstützen im EG vergessen ein Stein einzusetzen. Das heißt wir haben hier ein Loch in der Wand:
Unser Loch - mittlerweile sogar umputzt

Außerdem fehlt im Bad im OG immer noch unser gemauerter Duschsitz. Das ist ja eigentlich kein Akt da ein paar Steine übereinanderzureihen. Aber irgendwie versucht unser Bauleiter das die ganze Zeit vor sich herzuschieben. Wir wollen aber, dass das jetzt erledigt wird (zusammen mit dem gefüllten Loch in der Speisezimmerwand). Mal sehen.

Wo ist der Sitz?

4. Das Wäscheabwurfrohr ist durch den Innenputz total versaut. Das muss sauber gemacht werden.

5. Unser Haus sollte ursprünglich von Anfang Juli an innerhalb von drei Wochen verklinkert werden. Das hat sich dann auf Anfang August verschoben. Jetzt wurde uns vom Bauleiter der Beginn ab dem 19. August genannt. Wir sind gespannt.

Das waren die Hauptpunkte. Außerdem gab es natürlich noch massig Kleinigkeiten, die nun aber alle geklärt sein sollten bzw. zumindest angesprochen wurden und (hoffentlich) ein Tätigwerden nach sich ziehen.

28. Juni 2013

Wir haben ein Dach! Und eine Treppe!

Am Donnerstag kamen wir an der Baustelle vorbei und plötzlich hatten wir ein Dach! Also noch kein gedecktes Dach, aber Balken und Folie waren da. Auch das Vordach, dessen Säulen Anfang der Woche gegossen wurden, war zu sehen.


























Aber mein Highlight wartete im Haus: Unsere Betontreppe war da und die Treppenbrüstung gemauert. C wollte unbedingt eine gerade Betontreppe ohne irgendwelche Wendelungen. Die hat er bekommen und unser Flur sieht super aus finden wir:

























Auch das "Treppengeländer" wurde so gemauert wie wir uns das vorgestellt haben: Beginn ab Mitte der vierten Stufe und dann schräg nach oben. Das haben wir durch Zufall letztes Jahr auf einem Bild im Internet gesehen und es hatte uns so gut gefallen, dass wir es bei unserem Haus genauso machen wollten.
Blick nach oben




Blick von der Seite. Hat irgendwie was.

Wie man sieht wurden auch die Deckenstützen abgebaut, sodass man nun einen ganz anderen Eindruck der Räume hat. Alle Räume wirken wirklich groß und luftig. Auch wenn noch 20 cm Fußbodenaufbau hinzukommen werden die Räume im EG noch angenehm hoch sein.
Blick von der Küche Richtung Essbereich und Wohnzimmer

Und die falsche Wand neben dem Wäscheabwurf im HAR wurde auch so weit es geht korrigiert:

Im OG sieht es mit der gemauerten Treppenbrüstung auch sehr schön aus und der Flur ist wirklich sehr breit:
























Ein Blick ins Gebälk

Außerdem haben die Maurer diese Woche ihre Arbeit beendet. Leider hat unser Küchenbauer beim Ausmessen des Rohbaus gestern festgestellt, dass die Brüstungshöhe beim Küchenfenster nicht den vereinbarten 106 cm entspricht, sondern bei 109,6 cm liegt. Das kann uns bei den anderen Fenstern egal sein, aber in der Küche passt die Arbeitsplatte dann nicht so wie wir das vorhatten in die Fensterlaibung. Die Raumhöhe beträgt an der Stelle zwar 303 cm statt 301 cm, aber selbst wenn man den Fußbodenaufbau von 20 cm (+2 cm wegen der Raumhöhe) abzieht, liegt die Differenz immer noch bei 1,6 cm. Das ist zu viel meint der Küchenbauer. Er braucht, wie auch in der Rohbauzeichnung vermerkt, 106 cm. Da müssen die Maurer also nochmal ran.

Außerdem haben die Herren vergessen, den Duschsitz im oberen Bad zu mauern und das Waschmaschinenpodest im HAR. All das haben wir mit unserem Bauleiter besprochen. Ich bin gespannt, wann sie wieder auftauchen.

21. Juni 2013

Nichts für schwache Nerven (Vol. I)

Am Mittwoch ist C abends mit dem Zollstock zur Baustelle gefahren um doch einmal ein paar Wände im EG nachzumessen. Eigentlich wollten wir sehen, ob die Maße der Küche stimmen. C hat dann auch noch die uns immer etwas kurz wirkende Wand im HAR neben dem Wäscheabwurf gemessen. Und siehe da: sie war etwa 18 cm zu kurz! Aber das war nur das Ende des Rattenschwanzes, denn die Rückwand der Garderobe im Flur wurde 18 cm (bzw. 17,5 cm wie uns der Vorarbeiter dann erzählte) zu weit nach hinten gesetzt. Dadurch wurde nicht nur der Wäscheabwurf diese 18 cm zu weit nach hinten gesetzt, sondern, was wir am schlimmsten fanden, unsere Dusche im Gästebad war nun nur noch 89 cm breit. Und das sind Rohbaumaße! Das heißt es hätte bestenfalls eine 85 cm breite Duschwanne dort hin gepasst. Oh Graus. Niftelbude würde C jetzt sagen.

Da die Erdgeschossdecke ja bereits letzten Freitag gegossen und mittlerweile auch schon am OG gearbeitet wurde, waren wir uns nicht sicher, ob der Fehler so leicht zu beheben ist. C hat gleich Mittwochabend mit unserem Bauleiter gesprochen, der uns dann zurückrief und stolz erzählte, dass der Maurer von seinem Fehler wüsste. Das ist ja toll! Und, ähm, kann man den Fehler denn auch wieder rückgängig machen? Das wolle er sich morgen selbst ansehen und uns dann zurückrufen. Der liebe Herr Bauleiter rief uns zwar am Donnerstag nicht zurück, als c und ich aber nachmittags auf der Baustelle waren war die Wand bereits versetzt und die Dusche schön breit. Zum Thema Wäscheabwurf hat sich aber leider keiner geäußert. Und die Trennwand zwischen Wäscheabwurf und Ausguss im HAR ist auch noch falsch. C trifft sich Dienstagfrüh mit unserem Bauleiter. Da wird das nochmal Thema sein. Ideal ist es nicht, aber Hauptsache die Dusche ist breit!!

Die versetzte Garderobenrückwand
Drangeflickte Wandverlängerung in der Dusche
Versetzte Wand in der Dusche

Der Wäscheabwurf und die noch zu verschiebende Wand rechts.

Mit dem Maurer habe ich nun schon mehrfach auf der Baustelle gesprochen. Die Zeitvorgaben sind wohl sehr eng gesetzt und eine Verspätung der vorhergehenden Baustelle führte auch bei uns zu Verspätungen, die er jetzt noch aufzuholen versucht. Auch heute war er - der selbständig ist und die Gehilfen von der Baufirma zur Seite gestellt bekommt - alleine zugange. Er meinte, dass ihm sowas wie die falsch gesetzte Wand noch nie passiert sei, und verwies auf den Zeitdruck und die vielen Leute auf der Baustelle. Beim EG Rohbau schwirrten ja zum Teil zehn Arbeiter rum. Das kann ich nachvollziehen.

Außerdem erzählte er mir, dass der Tiefbauer durch das Hochwasser betroffen sei. Das erklärt natürlich warum wir von ihm kein Angebot zur Beseitigung des Erdaushubs bekommen. Der Arme hat erstmal andere Sorgen. Das heißt aber auch, dass wir uns jetzt so schnell wie möglich anderweitig um den Abtransport der riesigen Erdhaufen kümmern müssen.

Vorletzten Freitag war auch unser Bausachverständiger das erste Mal auf der Baustelle. Anfang letzter Woche bekamen wir dann das Protokoll der ersten Begehung. Erst einmal rutschte uns das Herz in die Hose, denn da waren mal eben sieben Punkte fotografisch dokumentiert, die so nicht gehen. Hilfe!! Zum Teil waren es Dinge, die wir nachvollziehen konnten. So zum Beispiel der noch fehlende "Glattstrich" an den Tür- und Fensteröffnungen. Das kann man ja noch machen. Aber sowas wie "Im Mauerwerk sind feuchte Bereiche erkennbar" (bekommen wir später Schimmel??) oder "Mauerwerksanker sind nicht in der Klebefuge verbaut worden" (ist unser Haus ein Kartenhaus??) machte uns doch etwas nervös. Das Protokoll ging erstmal per E-Mail an unseren Bauleiter. Und wir riefen unseren Sachverständigen an und baten um eine Bewertung der "Mängel". Alles halb so schlimm. Es sei alles im Rahmen, die Maurerarbeiten lägen "im guten Mittelfeld" und die aufgeführten Probleme seien alle lösbar bzw. sollten wir weiter beobachten. Er habe auch mit den Maurern gesprochen und diese wüssten um die noch ausstehenden Dinge.

Jetzt erwarten wir den Termin mit unserem Bauleiter am Dienstag und hoffen dann die ganzen kleinen Problemchen zu klären. Ich habe die dumpfe Ahnung, dass ähnliche Posts folgen werden (aber bitte nur mit lösbaren "Kleinigkeiten") - daher Vol. I.