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1. Mai 2013

BAUgenehmigung, BAUleiter, BAUstellenzufahrt


Wir haben übrigens bereits seit dem 11.04. unsere Baugenehmigung!

Nachdem wir mit 3 Monaten Bearbeitungszeit gerechnet hatten, hat das ganze doch nur 8 Wochen gedauert. Das ist natürlich schön. Zumal wir jetzt gelernt haben, dass eine Baugenehmigung nicht mit einem behördlichen Freifahrtschein gleichzusetzen ist. Nein, eine Bauanzeige muss noch gestellt werden, wir mussten einen Antrag auf Herrichtung einer Baustellenzufahrt stellen, es müssen noch drei Nachweise für die entwicklungsrechtliche Genehmigung nachgereicht werden, der Bericht vom Prüfstatiker muss ebenfalls noch eingereicht werden und wenn ein Drehkran kommt, müssen wir vorher noch dem Bereich Ordnung und Sicherheit Bescheid geben.

Am 17.04. habe ich mich auch zum ersten Mal mit dem Bauleiter vor Ort am Grundstück getroffen. Der Termin sollte ja ursprünglich Ende März stattfinden, aber Stau und Urlaub kamen dazwischen. Nach einer ärztlichen Untersuchung mit Beruhigungsspritze und Autofahrverbot, habe ich noch leicht benommen am Grundstück auf unseren Bauleiter Herrn G und den Tiefbauer Herrn S gewartet. C musste arbeiten. Eines vorneweg: Der Bauleiter und auch der Tiefbauer machen einen sehr netten Eindruck!

Bei diesem Vor-Ort-Termin haben wir uns das Grundstück angeguckt (und für schön befunden) und überlegt von wo die Arbeiter und ihre Gefährte am Besten auf das Grundstück kommen. Das wäre in unserem Fall von der hinteren Grundstücksgrenze. Dort ist eine kleine Straße und eine Rigole (kleine tiefe Mulde für Regenwasser (?), die parallel zur Straße verläuft. Der Tiefbauer meinte man könne mit Holzbohlen die Straßenborde schützen, mit Schotter die Rigole aufschütten und dann einen Schotterweg bis zum Haus errichten. Genauso hatten es die Straßenbauer beim Nachbargrundstück gemacht.

Nachdem ich den Antrag auf Errichtung einer Baustellenzufahrt bei der Stadt im Fachbereich Verkehrsflächen abgegeben habe (man lernt nie aus), rief mich gestern das Tiefbauamt an und teilte uns mit, dass das von der hinteren Grundstücksseite aus nichts wird. Über die Rigole müsse eine "lastfreier" Übergang gebaut werden, da sich darunter in der Erde PVC-Rohre befinden, die ansonsten Schaden nehmen können. Und das sei sehr teuer. Aha. Und was ist mit den Straßenbauern und deren Schotterübergang? Ja, da hätte bei ihnen im Amt einer geschlafen. Wir sollen doch die Baustellenzufahrt an der regulären Einfahrt errichten.

Die liebe Stadt bzw. städtische Immobiliengesellschaft hat ja bereits unsere Straße komplett erschlossen und dekoriert. Und zwar mit Rollrasen und kleinen Eichen, gepflasterten Einfahrten und allem Pipapo. Das ist natürlich nicht so schlau wenn man an den bevorstehenden Bauverkehr denkt. Aber die entstehenden Schäden dürfen wir und unsere zukünftigen Nachbarn dann beheben. Also mal gucken. Unseren Bauleiter haben wir auf alle Fälle gleich informiert, damit er sich mit dem Tiefbauer überlegen kann wie die Straße/Auffahrt/der wunderschöne Rollrasen und das Eichenbäumelein am Besten geschützt werden.

Beim Vor-Ort-Termin wurde noch eine grobe "Rohrplanung" gemacht und noch irgendwas anderes - beides durfte ich unterschreiben. Ich war zu diesem Zeitpunkt zwar bereits weniger benommen, aber recht gut drauf... Unsere Baufirma schickt uns netterweise immer alles eingescannt nochmal zu, sodass C zuhause noch einmal drüberschauen konnte.

Zum krönenden Abschluss des ersten "Baustellen"-Termins erreichte mich dann noch ein Anruf, dass c eine Zecke auf dem Kopf habe. Ein ereignisreicher Tag!

21. März 2013

March Madness von A-Z

Die Zeit vergeht wie im Fluge und wir beschäftigen uns gefühlt jede freie Sekunde mit dem Thema Hausbau. Leider sind es eher nervige bürokratische Angelegenheiten. Hier ist eine Auflistung der Dinge, die im letzten Monat in Sachen Hausbau geschehen sind:

Bad/Sanitär
Das Angebot für unsere Sanitärbemusterung haben wir auf Nachfrage auch Ende Februar bekommen. Und wir sind gleich rückwärts aus den Schuhen gekippt. Das war auch schon wegweisend für die kommenden Bemusterungsangebote der nächsten Wochen. Nicht nur scheint alles recht teuer - wir bezahlen ja schließlich auch schon ein komplettes Bad, ein komplettes Gäste-WC mit Dusche und die gesamten Sanitärinstallationen mit dem Hausbauvertrag -, das Angebot ist auch schlecht aufgedröselt bzw. eher unternehmerfreundoch. Man kann als Laie eben nicht gleich sagen, dass das Waschbecken aber zu teuer ist, da fast immer Paketpreise angegeben wurden. Trotzdem habe ich mir die Mühe gemacht und alles möglichen UVPs und Internetangebotspreise der Keramiken zu recherchieren und günstigere Alternativen zu suchen. Da unser Installateur bestimmt nicht gewillt ist von uns beschaffte Keramiken zu installieren (z.B. von r*****), hoffen wir, dass er uns preislich entgegenkommt. Da müssen locker 50% vom Angebot runter. Gestern habe ich eine ellenlange E-Mail an Herrn T versandt. Mal sehen, wann er sich meldet.

Bauantrag
Nachdem wir den Bauantrag eingereicht haben, kam ein paar Wochen später ein Schreiben, dass der Nachweis der gesicherten Erschließung fehlt. Ups. Uns hat es etwas geärgert, dass wir nicht von Seiten der Baufirma darauf hingewiesen wurden, dass wir uns darum kümmern müssen. Wir haben gedacht, wir bekommen alle notwendigen Unterlagen in den Baumappen. Wieder was gelernt. Nachdem es von den Stadtwerken erst hieß, dass dieser Nachweis mehrere Wochen auf sich warten lassen könnte, ging es dann doch recht fix und wir konnten das fehlende Dokument nachreichen. Laut Aussage des Sachbearbeiters bedeutete das Fehlen dieses Nachweises auch nicht, dass das ganze Bauantragsprozedere pausieren musste. Glück gehabt! Und den Nachweis, dass wir eine Hausnummer beantragt haben wollten sie auch haben. Da hätte ja eigentlich ein kurzer Anruf zwei Stockwerke drunter beim Katasteramt gereicht. Aber wir wohnen ja auch nur auf der anderen Straßenseite, da bittet man uns lieber direkt drum.

Bauleiter
Morgen treffen wir uns das erste Mal mit unserem Bauleiter am Grundstück. Ein Herr von der Tiefbaufirma wird auch dabei sein. Hoffentlich haben sie keine Hiobsbotschaften zur Bodenbeschaffenheit im Gepäck. Die Rechnung für das Bodengutachten haben wir bezahlt und bis jetzt haben wir noch nichts Negatives gehört. Wir hoffen, dass es so bleibt.
Bemusterung
Der Termin für unsere Bemusterung ist für den 10. April angesetzt. Da geht es dann wohl hauptsächlich um Türen, Fenster, Rolläden (ein Thema für sich - Stichwort "schwenkbare Gurtwickler" uaaaaaaaah) und Fliesen.

Fliesen
Wir sind letzten Samstag zum Fliesenhändler unserer Baufirma gefahren, um uns dort mal umzusehen bevor wir im April zum Bemustern da sind. Primär ging es uns darum zu sehen, ob sie weiße, matte, kalibrierte Wandfliesen unter 20 Euro (vertragliches Fliesenbudget) haben. Haben sie nicht. Das macht aber nichts, denn wir können die Fliesen auch selber besorgen und unser lokaler Fliesenhandel hat welche für 19,40 Euro :). Und Freunde haben diese Fliese in ihren Bädern verbaut und uns gefällt sie super. Dank emsiger Recherchen habe ich meine/unsere Lieblingsbodenfliesen der Serie Terra von casa dolce casa für rund 20 Euro günstiger als im örtlichen Fliesenhandel bei einem (vertrauenswürdigen) Internetanbieter gefunden. Dort habe ich auch prompt Musterfliesen bestellt. Hat alles super geklappt und jetzt haben wir im ganzen Haus Fliesenstücke rumliegen auf denen wir Zahnpasta und Schnee drauf verschmiert haben um zu sehen, was sie aus Dreck so machen. Aber der Favorit steht eigentlich schon fest: Terra Pearl von casa dolce casa. Das Format wird wahrscheinlich nur 40x40, da 60x60 schon wieder einen Aufpreis beim Verlegen kosten würde. Und irgendwo müssen wir ja sparen. Also fangen wir hier mal an.



Unsere Musterparade
Fliesen: links zweimal casa dolce casa Terra Ash, rechts zweimal casa dolce casa Terra Pearl
Holzboden: Kährs Eiche Fredrik, Kährs Eiche Hampshire, Kährs Eiche Tan, Kährs Eiche Jersey


Klinker
Das leidige Thema Klinker/Verblender scheint ein Ende zu haben. Nachdem unser Ansprechpartner beim Baustoffhandel endlich mal wieder ein Lebenszeichen von sich gegeben hatte, waren wir vor Ort. Der von uns ausgewählte Klinker kostet - natürlich - mal wieder ordentlich Aufpreis. Das Verhalten des Verkäufers hat mich aber sehr gestört. Bei unserer ersten Kontaktaufnahme haben wir ihm klar das Budget genannt. Er wollte uns ein paar Vorschläge machen, evtl. auch Steine zuschicken. Per Post kam natürlich nichts, per E-Mail meldete sich ein Vertreter von Röben, der uns Referenzadressen zu zwei Klinkersorten schickte (siehe Blogeintrag zum Thema Klinker im Januar). Wie er uns jetzt erzählte, kosten die einen ordentlichen Aufpreis. Und überhaupt gäbe es in unserem Budget nur ganz glatte, einfarbige Steine, die man aber nicht für Einfamilienhäuser benutzen würde... Wir sind eindeutig die Doofen. Die Frage ist nur, wer erzählt einem jetzt Mist? Die Baufirma, die uns damals sagte es gäbe rund 10 verschiedene Steine im Budget oder der Baustofffritze, der seine 10 Cent extra verdienen möchte? Da werden wir auf alle Fälle nochmal bei unserer Baufirma nachfragen. Denn das ist schon ärgerlich. Schon wieder 3,000 Euro zu viel ausgegeben.
Entschieden haben wir uns jetzt erstmal für Röben Formback hellrot-bunt:

(Quelle: roeben.de)


Parkett/Dielen
Auch hier waren wir fleißig. Beim Parketthandel um die Ecke haben wir uns ein Angebot für Parkettboden in Landhausdielenoptik machen lassen. Da wir über 140 qm geölten Holzboden haben wollen, ist der Boden kein reines Wunschkonzert. Man konnte uns ein günstigeres Angebot machen, da der Laden momentan große Mengen für ein Projekt beim Parkettlieferanten bestellt. "Leider" ist die günstigste Diele (und das Angebot passt sogar fast in unser selbstgesetztes Holzbodenbudget) eine angeräucherte, handgehobelte, geölte Eichendiele:


Kährs Eiche Tan
(Quelle: kaehrs.de)

Das ist zwar natürlich ganz nett, aber auf der großen Fläche ist mir das fast zu dunkel und die handgehobelte Oberfläche spricht mich auch nicht wirklich an. Ich habe Angst, dass das in der großen Fläche aussieht wie ein Wellblechdach wenn die Sonne draufscheint. C findet die Diele super. Auch wenn die Billy-Regale dann alle krumm und schief nebeneinander stehen... ;) Wir warten jetzt noch auf ein Angebot für eine gebürstete, geölte Eichendiele. Die wäre mir lieber. Mal sehen.




















Kährs Eiche Jersey
(Quelle: kaehrs.de)


Stadtwerke
Die ganzen Anträge zu Fernwärme-, Elektro-, Wasser-, Schmutzwasser- und wasweißichwasalles-Anschlüssen müssen gestellt werden. Der Elektriker hat uns glücklicherweise seinen Teil zugeschickt. Leider hatte er die Info, dass wir noch eine Wärmepumpe haben. ?? Das haben wir doch seit Dezember nicht mehr. Ich habe vorhin bei der Baufirma angerufen. Nicht dass sich da ein Wärmepumpenfehler einschleicht. Momentan warte ich auf den Rückruf. Unser Installatuer Herr T hat sich auch nach mehrmaligem Nachfragen noch nicht gerührt was "seine" Anträge betrifft. Dem müssen wir auf alle Fälle nochmal auf die Finger klopfen. Die Bearbeitungszeit der Anträge kann laut Stadtwerken bis zu 6 Monate dauern. Ich seh den Estrich schon im Frühjahr trocknen... Zumindest den Baustromantrag werden wir morgen einreichen. Dann kommt das schonmal ins Rollen. Denn in rund 8 Wochen wäre ja evtl. schon Baubeginn!

Waschtisch
Der angebotene Waschtisch war uns auch viel zu teuer. Jetzt haben wir uns etwas schlau gemacht und es gibt die Möglichkeit den Waschtisch aus feuchtigkeitsabweisenden Wedi-Platten zu bauen und dann fliesen zu lassen. Die Materialkosten sind hier viel günstiger. Und irgendwo muss der Kram um das Waschbecken herum ja auch verstaut werden. Wir treffen morgen unseren Bauleiter und schauen mal, was er dazu sagt bzw. wer unser Fliesenleger wird (der das wohl baut).

16. Februar 2013

Bauantrag

Am 14. Februar haben wir unseren Bauantrag zusammen mit dem Antrag für die entwicklungsrechtliche Genehmigung abgegeben!

Einen Tag vorher sind die Unterlagen bei uns eingegangen. Sechs dicke Mappen - drei für den Bauantrag, eine Kopie für uns und zwei Mappen für die entwicklungsrechtliche Genehmigung. Bei der Durchsicht der Unterlagen versteht man als Laie fast nur Bahnhof. Bei den Grundrissen ist uns allerdings aufgefallen, dass eine Wand im OG zwischen Badezimmer und Abstellraum verschoben wurde. Das hatten wir zwar mit dem Installateur mal so durchgespielt, es war aber noch nichts definitiv entschieden. Allerdings ist die Wang im OG statisch nicht relevant und wir können sie ohne Probleme wieder zurückschieben. Statt unserer massiven Betontreppe stand außerdem eine Holztreppe in den Unterlagen - das konnten wir manuell ändern, wie auch Cs Handynummer.

Da wir die Unterlagen unbedingt noch vor dem Wochenende wollten, bin ich mit den ganzen Mappen zu C ins Büro gefahren, wo wir dann eine halbe Stunde lang mindestens 100 Unterschriften geleistet haben. Danach bin ich direkt zur Unteren Bauaufsicht und habe die Anträge dort abgegeben. Am Montag gebe ich die ganzen Unterlagen dann auch noch in elektronischer Form ab - das ist von der Stadt so gewünscht, beschleunigt das ganz wohl etwas da die Dokumente nicht alle manuell eingescannt werden müssen und außerdem war unsere Planerin mal wieder super schnell und hat uns sofort eine CD mit den Dokumenten geschickt.

Zwei Stockwerke drunter bin ich dann auch noch unseren Antrag auf Zuordnung einer Hausnummer losgeworden. Es müsste die 18 sein. Mal sehen, ob die Stadt das auch so sieht.

Heute lag bereits die Eingangsbestätigung zusammen mit den Kontaktdaten der zuständigen Sachbearbeiterin im Briefkasten. Hoffentlich haben wir nicht zuviel Kontakt mit ihr und die Baugenehmigung wird innerhalb der nächsten drei Monaten erteilt. Wenn das alles so klappt wäre laut Baufirma der Baubeginn am 21. Mai!

13. November 2012

Bumm.

Nach einem Telefonat mit der städtischen Immobiliengesellschaft sind wir doch wieder etwas auf dem Boden der Tatsachen angekommen. Nach deren Aussage ist eine Beurkundung des Grundstückerwerbs in diesem Jahr nicht realistisch wenn wir erst Mitte Dezember unsere Unterlagen einreichen. Außerdem sollten wir unser Bauunternehmen darauf hinweisen, dass wir in einem Entwicklungsgebiet bauen - wir deswegen noch eine Entwicklungsrechtliche Genehmigung vor dem eigentlichen Bauantrag benötigen. Ganz toll war auch die Information, dass eine Erdwärmepumpe in dem Entwicklungsgebiet nicht mehr genehmigt wird

Wir haben also unsere Planerin kontaktiert um nachzufragen, ob es doch irgendwie möglich sei einen früheren Termin zu vereinbaren. Glücklicherweise konnte sie uns noch einen Termin Ende November anbieten und uns gleichzeitig versichern, dass Sie uns die für den Grundstückskaufvertrag notwendigen Unterlagen dann auch sofort erstellen kann. Das heißt, wir könnten dann evtl. unsere Unterlagen noch im November bei der Immobiliengesellschaft einreichen und dann hoffentlich noch einen Notartermin zur Beurkundung im Dezember bekommen.

Das ist insofern relevant, da die entwicklungsrechtliche Genehmigung und der Bauantrag nach unseren Informationen zusammen rund 4 1/2 Monate dauern könnten. Und unser Baubeginn ist laut Vorvertrag für den 21.5.2013 geplant. Da solche bürokratischen Geschichten selten ohne kleine Extrawege ablaufen, wollen wir die Maschinerie daher so schnell wie möglich starten, damit sich das Bauvorhaben nicht weiter nach hinten verzögert.